Konzentriert hinter dem Lenkrad – sicher ans Ziel

Unaufmerksamkeit ist eine der häufigsten Unfallursachen. Sinkt die Konzentration und schweifen die Gedanken permanent ab, reagiert man im entscheidenden Moment möglicherweise zu langsam und schon kommt es zu einem Crash. Selbst langjährige und passionierte Autofahrer sind davor nicht gefeit. Die Statistik zeigt, wie gefährlich Übermüdung beim Autofahren ist: Im Jahr 2020 war sie Schuld an 1.400 Unfällen mit Personenschaden. Damit es gar nicht soweit kommt, sollte man die Warnsignale bei Müdigkeit und nachlassender Konzentration hinter dem Steuer kennen, Ernst nehmen und rechtzeitig reagieren.

Warum die Konzentration am Steuer abnimmt

Erschreckende Zahlen brachte eine anonyme Umfrage des Deutschen Verkehrssicherheitsrats hervor: Dabei gab jeder vierte Autofahrer an, schon zumindest einmal beim Autofahren Sekundenschlaf erlebt zu haben. Bei LKW-Fahrern waren es sogar die Hälfte der Befragte. Experten haben auch genau untersucht, in welchen Situationen die Konzentration besonders oft nachlässt- Beim Fahren auf der rechten Autobahnspur über einen längeren Zeitraum macht müde. Auf kurvenreichen Freilandstraßen oder in der Stadt hingegen bleibt die Aufmerksamkeit auf das Geschehen im Verkehr fokussiert. Auch der persönliche Biorhythmus spielt eine entscheidende Rolle. Oft müssen sich Autofahrer genau dann hinter das Steuer setzen, wenn der Körper eigentlich auf Pause programmiert ist. Die Verkehrsstatistik zeigt, dass die meisten Unfälle zwischen zwei und sieben Uhr in der Früh passieren. Ein weiteres Leistungstief ist gegen 15 Uhr zu beobachten.

 

Die Signale nachlassender Konzentration erkennen

Eine der Hauptursachen für Unfälle ist die Selbstüberschätzung. Das betrifft nicht nur die Geschwindigkeit und das eigene Fahrkönnen, sondern auch die Konzentration. Nur weil man dieselbe Strecke schon oft durchgefahren ist, heißt das nicht dass es immer ohne Pause sein muss. Der eigenen Sicherheit und zu jener der anderen Verkehrsteilnehmer macht es Sinn, sich selbst gegenüber ehrlich zu sein. Hier einige Signale, die darauf hindeuten, dass eine Pause dringend notwendig ist:

  • Das Auto verlässt wiederholt die Fahrspur und man hat Schwierigkeiten, die Spur zu halten
  • Man kann sich an die letzten gefahrenen Kilometer gar nicht erinnern
  • Der Blick ruht starr auf der Fahrbahn und die Augen brennen
  • Man verpasst eine Ausfahrt
  • Das Tempo schwankt unbeabsichtigt

Mit Pausen sicher ans Ziel

Die Zahlen sind erschreckend: Laut einer vom ADAC im September 2020 durchgeführten Durchfrage an 1.000 Autofahrern saß jeder Vierte bereits sechs bis acht Stunden ohne Pause am Steuer. 9,4 Prozent gaben an, schon einmal neun Stunden oder länger durchgehend gefahren zu sein. Die Bereitschaft Pausen zu machen scheint bei Frauen größer zu sein als bei Männern: Weibliche Teilnehmer fuhren im Schnitt 4,2 Stunden am Schnitt, bei Männern sind es 5,8 Stunden. Die Empfehlungen sehen jedoch eine viel kürzere Zeit vor: Bei längeren Touren sollte man alle zwei Stunden eine Pause einlegen. Über die Mittagszeit lohnt sich eine längere Rast: Viele werden nach dem Essen müde. Abhilfe schafft ein 20-minütiger Power Nap. Einfach die Lehne im Sitz ein wenig nach hinten neigen und die Augen schließen. Am besten steigt man danach aus und geht einige Runde um das Auto und atmet tief ein. So füllen sich die Lungen vermehrt mit Sauerstoff und die Energie kehrt zurück.

Bewegung weckt die Lebensgeister

Gerade bei längeren Autofahrten kommt es häufig zu Schulter- und Rückenschmerzen. Der Grund dafür ist die Sitzposition, die man kaum variieren kann. Abhilfe schaffen leichte Dehnungsübungen, die man auf jedem Autobahnparkplatz durchführen kann. Der besonders beanspruchte Nacken wird bei der seitlichen Dehnung wieder locker. Dazu umfasst man den Kopf mit der rechten Hand und neigt ihn nach rechts. Danach erfolgt ein Seitenwechsel. Auch das Kinn nach vorne zur Brust sinken zu lassen, schafft Erleichterung. Nicht vergessen sollte man auf die Oberschenkel- und Wadenmuskulatur. Sie kann durch Vorstrecken eines Beines ganz leicht gedehnt werden. Wichtig ist auch, den Kreislauf in Schwung zu bringen. Dadurch wird das Gehirn wieder besser mit Sauerstoff versorgt. Aus der Kindheit bekannte Übungen wie Hampelmann und Kniebeugen sind wie gemacht dafür.

Richtige Ernährung für lange Autofahren

 

Während der Fahrt in den Urlaub sollte man der Konzentration zuliebe auf schwere Speisen verzichten. Ideal ist Vollkornbrot mit Aufstrich, magerem Schinken oder Käse. Gemüsesticks, Cocktailtomaten und frisches Obst sorgt für den nötigen Vitaminkick. Die Konzentration verbessert auch ein kleiner Zuckerschub: Traubenzucker darf in keinem Reisegepäck fehlen, darauf weisen auch Dextro Energy in einem Beitrag zu dem Thema hin. Die Flüssigkeitszufuhr ist nicht nur bei heißem Wetter wichtig. Isogetränke, ungesüßter Tee oder Wasser machen fit.

 

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